Freitag, 07.12.2018, 19:30 bis 21:30 Uhr
Vergeben - Versöhnen - Verzeihen

Perspektiven gelungenen Lebens - Vortrag mit Dr. Arnold Mettnitzer

„Wer vergibt, ist Gott ähnlich“, sagt der Mystiker Henry Boulad und meint damit, dass ein vergebender und verzeihender Mensch im Grunde in die Rolle eines barmherzigen Gottes schlüpft und auf die Logik des Stärkeren verzichten kann. Hier handelt es sich um die Psycho-Logik der Liebe, die kein Recht einfordert, sondern - selbst auf die Gefahr hin, dass sie ausgeschlagen wird - eine Alternative zur Stärke anzubieten versucht. Gelebte Vergebung schafft so den gesunden Raum für den Neubeginn einer Beziehung durch bedingungsloses, unabhängig vom anderen Menschen gesetztes Handeln, das sich von nichts, nicht einmal vom Undank, aufhalten lässt. So verstandenes Vergeben ist nie vergebens, es ist der heilsam innerste Kern alles Lebendigen, im Grunde die Seele jeder gelebten Beziehung. Deshalb gilt: Nicht Rache, Vergebung ist süß! Nicht Richtersprüche, sondern Vergebungssprüche tun der verletzten Seele gut.

Link zum Seminar-Was uns beschützt und was uns hilft zu leben

Referent

Dr. Arnold Mettnitzer, geb. 1952 in Gmünd/Kärnten, Studium der Theologie in Wien und Rom; 1979 - 2001 Seelsorger in der Diözese Gurk-Klagenfurt. Seit 1991 Lehranalyse bei Erwin Ringel und Ausbildung zum Psychotherapeuten (Individualpsychologie) in Wien. Seit 1996 Psychotherapeut in freier Praxis in Wien; freier Mitarbeiter des ORF und Stellvertretender Vorsitzender des ORF-Publikumsrates. Autor inspirierender Bücher; Vorträge und Seminare zu Fragen von Lebensqualität und seelischer Gesundheit.

Teilnahmebeitrag: € 15,00


Glauben &
Denken
Lebensbegleitung &
Spiritualität
Vortrag / Kursnummer: 18-279