Mittwoch, 13.03.2019, 14:00 bis 20:00 Uhr
Jüdische Kultur in der Steiermark

Vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Nachträglich zum 800-Jahr-Jubiläum der Diözese Seckau (Graz-Seckau) soll bei dieser Tagung auch an die jüdische Kultur im Herzogtum Steiermark erinnert werden. Bereits im Mittelalter gab es jüdische Siedlungen an den Handelsstraßen von Italien nach Österreich. Doch im 15. Jh. wurden alle Juden aus der Steiermark vertrieben, sie durften sich erst im späten 18. Jh. wieder ansiedeln, als Kaiser Joseph II. sein Toleranzedikt 1781 erlassen hatte. Erst mit dem Grundgesetz von 1867 erlangten die Juden alle bürgerlichen Rechte, sie konnten alle Berufe ergreifen. Doch in der NS-Diktatur wurde die jüdische Kultur fast ausgelöscht. Hier soll auch daran erinnert werden, wie Juden und Christen in vergangenen Zeitepochen zusammen gelebt haben. Heute geht es um den Dialog der Religionen.

PROGRAMM:
14.00 Uhr: Jüdische Kultur in der Steiermark (Prof. Gerald Lamprecht, Univ. Graz);
15.00 Uhr: Jüdische Kultur im Herzogtum Österreich (Prof. Klaus Davidowicz, Univ. Wien);
16.30 Uhr: Juden und Christen in der Steiermark (Prof. Rudolf Höfer, Univ. Graz);
17.30 Uhr: Geschichte der jüdischen Gemeinde in Graz (Präsident Dr. Elie Rosen, Graz);
18.30 Uhr: Das Judentum im Projekt Weltethos (Dr. Heinz Anderwald, Graz).

Organisation und Diskussionsleitung:
Prof. Dr. Anton Grabner-Haider.

Referent

A.o. Univ.-Prof. Dr. Anton Grabner-Haider, Institut für Philosophie der KFU Graz, zahlreiche Veröffentlichungen, u.a.: Kulturgeschichte des frühen Christentums: Von 100 bis 500 n.Chr (mit Johann Maier, 2008); Hitlers mythische Religion: Theologische Denklinien und NS-Ideologie (2007).

Teilnahmebeitrag: € 15,00 freier Eintritt für Studierende

Kooperationspartner: Verein für Kulturgeschichte, Graz

Glauben &
Denken
Workshop / Kursnummer: 19-99