Mittwoch, 26.02.2020, 19:00 bis 21:00 Uhr
Meisterdenker der Welt

JACQUES DERRIDA (1930 bis 2004)

Zur Reihe: Es werden große Denker aus allen Weltkulturen vorgestellt, welche in ihren Gesellschaften und in der globalen Welt wichtige Denkprozesse angestoßen haben und welche damit die Lebenswelt partiell verändert haben. Es werden Texte dieser Philosophen vorgetragen und interpretiert..

JACQUES DERRIDA (1930 bis 2004)
Dieser Vordenker der postmodernen Philosophie war jüdischer Herkunft und stammte aus Algerien, er lebte und wirkte später in Paris und in den USA. Er beschrieb das Ende der großen politischen oder religiösen Erzählungen in Europa und daraus abgeleitet die entstehende Vielfalt der Weltdeutungen und Diskursarten. Er befasste sich mit der Dekonstruktion und der Transformation der großen Erzählungen und Weltdeutungen, er regte den Diskurs zwischen den Kulturen an und argumentierte für die Überwindung der Feindbilder und für eine mögliche Kultur der Freundschaft. Die Idee der göttlichen Erwählung sollte vom jüdischen Volk auf alle Menschen der Erde übertragen werden. Werke: Grammatologie. 1974. Die Schrift und die Differenz. 1976. Die Stimme und das Phänomen. 1978. Politik der Freundschaft. 2000.

Veranstaltungsort
Bildungsforum Mariatrost
Seminarraum 221, 2.Stock, Bürgergasse 2, 8010 Graz

Referent

A.o. Univ.-Prof. Dr. Anton Grabner-Haider, Institut für Philosophie der KFU Graz, zahlreiche Veröffentlichungen, u.a.: Kulturgeschichte des frühen Christentums: Von 100 bis 500 n.Chr (mit Johann Maier, 2008); Hitlers mythische Religion: Theologische Denklinien und NS-Ideologie (2007).

Teilnahmebeitrag: € 15,00


Glauben &
Denken
Spirituelles Angebot / Kursnummer: 20-76