Montag, 24.09.2018, 19:30 bis 21:30 Uhr
Juliana von Norwich (1343 bis 1416)

Christliche Mystiker heute gelesen – 8. Abend

In dieser Reihe werden einige Klassiker der christlichen Mystik vorgestellt, gelesen und meditiert. Denn Mystiker haben die Fähigkeit, die großen Themen der Religion bildhaft und emotional intensiv nachzuerleben (credo ut experiar).

JULIANA VON NORWICH (1342-1416): die englische Mystikerin lebte in einem Kloster der Benediktinerinnen in Norfolk, zuletzt lebte sie als Reklusin nur in einem Raum mit 3 Fenstern; sie wurde von einer Dienerin betreut. Ein Fenster führte in die Kirche, von dort empfing sie die Kommunion und die Beichte; ein Fenster führte zur Außenwelt, dort sprach sie zu ratsuchenden Personen; und das dritte Fenster ging zu ihrer Dienerin. In ihren mystischen Erfahrungen erlebte sie den leidenden und den auferstandenen Christus, in ihren Visionen erfuhr sie tiefes Glück. Sie erzählte diese Visionen ihren Beichtvätern, diese haben sie in englischer Sprache aufgeschrieben. In der deutschen Übersetzung heißen diese Visionen “Offenbarungen der göttlichen Liebe”. Die Texte zeigen eine tiefe Ergriffenheit vom göttlichen Geist, eine österliche Grundstimmung und die Sehnsucht nach dem Himmel. Wir sehen in dieser Christus-Mystik eine sehr erotische Sprache.

Zwei Bibelmeditationen

ReferentInnen

A.o. Univ.-Prof. Dr. Anton Grabner-Haider, Institut für Philosophie der KFU Graz, zahlreiche Veröffentlichungen, u.a.: Kulturgeschichte des frühen Christentums: Von 100 bis 500 n.Chr (mit Johann Maier, 2008); Hitlers mythische Religion: Theologische Denklinien und NS-Ideologie (2007).

Dr. Bettina Scharfetter, Ärztin für Allgemeinmedizin und Psychotherapeutische Medizin (Psy-Diplome ÄK), Psychotherapeutin (KIP, TFP), Supervisorin (ÖVS) Kinesiologin nach Dr. Klinghardt.

Teilnahmebeitrag: € 7,00


Glauben &
Denken

Detailfolder zur Veranstaltung

Juliana von Norwich (1343 bis 1416)
Vortrag und Gespräch / Kursnummer: 18-299